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Dunnschdig | 23.10.14 | 03:38
Baden-Württemberg

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Landkreis Breisgau Hochschwarzwald

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt im Südwesten Deutschlands und gehört mit einer Fläche von 1.378 qkm zu den größten Landkreisen in Baden-Württemberg. Der Landkreis gliedert sich in insgesamt 50 verschiedene Gemeinden auf, zu denen wiederum über 130 Ortsteile gehören. Entstanden ist der Landkreis im Zuge der Gemeindereform im Jahr 1973 und hob die bisherigen Kreise Freiburg, Müllheim und Hochschwarzwald auf. Die abwechslungsreiche Landschaft des Kreises beginnt im Westen entlang des Rheines. Die ersten Erhebungen in der sogenannten Vorbergzone sind der Kaiserstuhl, der Tuniberg und der Schönberg. Abgeschlossen wird der Landkreis mit dem Hochschwarzwald, wo sich die Erhebungen des Kandels, Feldbergs, des Schauinslands und des Blauen befinden. Im Osten beginnt schließlich die Hochebene der Baar, die überwiegend zum Landkreis-Schwarzwald-Baar gehört. Die südliche Grenze bilden die Landkreise Waldshut und Lörrach, im Norden liegt der Landkreis Emmendingen.

Die größten Städte im Landkreis sind Breisach, Staufen, Müllheim und Neuenburg, wobei die Stadt Freiburg nicht zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gehört, dennoch eine dominante Ausstrahlung auf das gesamte Kreisgebiet ausübt. Die Besiedlungsgeschichte des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald ist genauso wie seine beiden gegensätzlichen Naturräume durch große Unterschiede gekennzeichnet. Während die Rheinebene und die Vorbergzone zwischen Neuenburg und Breisach sowie Badenweiler und dem Glottertal bereits seit der Steinzeit kontinuierlich besiedelt wurden, beginnt die Besiedlungsgeschichte des Hochschwarzwaldes erst im Hochmittelalter. Nach der Steinzeit ließen sich vor zirka 3000 Jahren keltische Stämme an der Oberrheinebene nieder. Einer dieser Stämme hat namentlich bis heute im Landkreis überlebt und gab der Stadt Breisach und dem Breisgau seinen Namen. Die "Brisgavi" lebten auf dem Breisacher Münsterberg und wurden dort erst vor knapp 2000 Jahren durch die Römer vertrieben. Der Name Brisgavi übertrug sich schließlich auch auf einen Alemannenstamm, der sich im 4. Jahrhundert n. Chr. im Breisgau niederließ.

Die Römer waren im ersten nachchristlichen Jahrhundert bis in das 4. Jahrhundert nachweislich in er Region ansässig und hinterließen an zahlreichen Orten ihre Spuren. So sind Badensweiler, Bad Krozingen, Heitersheim und Breisach vor allem durch Ausgrabungen bis heute die bekanntesten römischen Niederlassungen im Landkreis. Insbesondere Badenweiler war wohl ein äußerst beliebter römischer Ort, denn dort fand man bereits vor einigen Jahrhunderten die Reste einer riesigen römischen Therme, die heute archäologisch gesichert ist und dem interessierten Besucher zugänglich gemacht wurde. Ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. ließen sich kontinuierlich alemannische Sippen im Landkreis nieder, vor allem die fruchtbaren Böden rund um den Tuniberg, dem Kaiserstuhl, dem Markgräflerland und dem Schönberg hatten es ihnen angetan. So ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Orte in der Oberrheinebene auf das typisch alemannische "ingen" enden.

Die Besiedlung des Hochschwarzwaldes begann dagegen erst im 11. und 12. Jahrhundert. Maßgeblich beteiligt waren die Klöster St. Trudpert und St. Blasien, später auch die Klöster St. Peter, Sankt Märgen und Friedenweiler. Treibend politische Kraft waren aber auch die Zähringer, die im Breisgau und in der Baar ihren Besitz durch Straßen miteinander verbanden und überall an strategisch wichtigen Punkten oder wirtschaftlichen Zentren Burgen bauen ließen. Auch die Städte Freiburg und Neuenburg entstanden in dieser Zeit neu, erhielten schnell das Markrecht und wuchsen im Laufe der Zeit zu großen Städten heran. Vor allem Freiburg konnte sich als die Stadt am Oberrhein schon während des Mittelalters behaupten.

Und wenn es unliebsame Konkurrenz gab, wie z.B. die untergegangene Stadt Münster im Münstertal, dann schickte man in einer Nacht- und Nebelaktion ein paar Truppen bei der Konkurrenz vorbei und ließ, wie im Fall der Stadt Münster, dem Erdboden gleichmachen. Über die Herzöge von Zähringen und die nachfolgenden Grafen von Freiburg gelang im 14. Jahrhundert ein Großteil des Landkreises unter die Herrschaft Österreichs, südlich des Schönbergs in die Hände der Markgrafen von Baden. Daher bezeichnet man die Gegend auch heute noch Markgräflerland, wobei auch ein Großteil des Landkreises Lörrach zu dieser Region gehört. An der Zugehörigkeit zu den beiden Herrscherhäusern änderte sich nichts bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, wo der gesamte Landkreis ein Teil des Großherzogtums Baden wurde.

Geographie Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald liegt im Südwesten Baden-Württembergs. Dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald gehören insgesamt 50 Städte und Gemeinden mit zirka 133 Ortsteilen an. Der Landkreis selbst gehört zur Region Südlicher Oberrhein innerhalb des Regierungsbezirks Freiburg. Im Süden grenzt der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an den Landkreis Lörrach, im Norden an den Landkreis Emmendingen und im Osten an den Landkreis Schwarzwald-Baar. Im Westen bildet der Rhein nicht nur die Landkreisgrenze, sondern ist zugleich Staatsgrenze zu Frankreich. Der Landkreis umfasst landschaftlich unterschiedliche Gebiete mit unterschiedlicher Geschichte, Flora und Fauna. In der Oberrheinebene liegen das Markgräflerland mit seiner Vorbergzone, dem sich weiter nördlich der Breisgau mit dem Tuniberg und dem Kaiserstuhl anschließen. Der Schwarzwald umfasst die zur Rheinebene geöffneten Seitentäler Dreisamtal, Münstertal und Glottertal, den Hochschwarzwald mit seinen Erhebungen wie dem Feldberg, dem Belchen und dem Kandel.

Kaiserstuhl: Region im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald
Der Kaiserstuhl ragt als eine Gebirgsinsel aus der Oberrheinischen Tiefebene empor und bestimmt somit da Landschaftsbild am nordwestlichen Rand des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Die Gemeinden des Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald am Kaiserstuhl sind von Westen nach Osten Vogtsburg, Breisach, Ihringen, Bötzingen und Eichstetten. Als ältester und zugleich größter Tertiärvulkan in Süddeutschland gleicht er einer grünen Insel in der Rheinebene und als Vorbote des Hochschwarzwaldes. Seine höchsten Erhebungen sind der Totenkopf mit 557 Metern und der Neulindenbuck mit 555 Metern Höhe. Der überwiegende Teil des Kaiserstuhls bewegt sich auf durchschnittlich 300 Metern Höhe. Das Fundament des Kaiserstuhls bildet sein Vulkangestein, dass fast überall mit einer dicken Lößschicht bedeckt wird und an manchen Stellen mehrer Meter dick sein kann. Neben seinem markanten Äußeren hat der der Kaiserstuhl ein weiteres Markenzeichen. Er gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands und hat mit Ihringen den wärmsten Ort im Bundesgebiet. Der fruchtbare Boden und das warme Klima bieten beste Vorraussetzungen für den Wein- und Obstanbau. Auch Flora und Fauna fühlen sich hier richtig zuhause. Seltene Eidechsen, Gottesanbeterin und mehr als 200 verschiedene Schmetterlingsarten lassen das Herz des naturverbundenen Menschen höherschlagen. Auch geschichtlich ist die Kulturlandschaft Kaiserstuhl hochinteressant. Ein altes Dorf reiht sich an das nächste. Schon die Kelten ließen sich auf und um den Kaiserstuhl nieder. Meistens waren sie Fischer am Rhein, der bis vor 200 Jahren den Westen des Kaiserstuhls mit seinen zahlreichen Flussarmen erreichte. Ihre große stadtähnlichen Siedlungen befanden bei Burkheim, Breisach, Jechtingen und Sasbach.

Landschaften Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Der Landkreis Breisgau Hochschwarzwald gleidert sich in fünf verschiedene Landschaften. Die Rheinaue wird durch den Fluss Rhein geprägt. Der Rhein war bis vor 200 Jahren ein Fluss mit vielen Nebenarmen, Stromschnellen und mit einer reichen Flora und Fauna. Durch die Rheinbegradigung änderte sich die Landschaft, die Auenwälder des Rheins sind weitgehend verschwunden. Reste findet man noch im Taubergießen und südlich von Breisach wie in Neuenburg. Nach der Rheinaue folgt de Niederterrasse. Hier wird überwiegend Ackerbau betrieben, da in der Niederterrasse die Böden fruchtbar sind und ausreichend Wasser durch die Flüsse zur Verfügung steht. Hier befinden sich auch die meisten Baggerseen, denn unter den Böden findet sich ausreichend Sand und Kies. In der Vorbergzone wie am Schönberg finden sich ideale Bedingungen für den Wein- und Obstanbau. Rund um die Vorbergzonen finden sich alte Dörfer. Meistens wurden die Höhen auch schon in der Steinzeit besiedelt wie bei Bollschweil oder auf dem Gipfel des Schönbergs. Bekannt ist der Landkreis für den touristisch hochinteressantenHochschwarzwald: Die Höhen des Schwarzwaldes werden durch Wälder und Höhenwiesen geprägt. Die Besiedlung erfolgte erst im späten Mittelalter. Gestern wie heute wird noch Vieh- und Landwirtschaft betrieben. Dennoch ist der Tourismus die treibende Kraft im Hochschwarzwald, der zunehmend auch das Landschaftsbild prägt durch neue und breitere Straßen, Lifte, Parkplätze und Gewerbeparks. Im Osten folgt nach dem Hochschwarzwald die Baar: Während im Westen und Süden große und tiefe Täler auf den Hochschwarzwald hinaufführen, geht der Schwarzwald im Osten in eine hochgelegene hügelige Landschaft über. Überwiegend wird noch Landwirtschaft betrieben. Wiesen und Wälder wechseln sich ab. Dieses Landschaftsbild geht weiter im Osten in den Hegau über.

Stadtkreis Freiburg
Die Freiburg im Breisgau, wo sich die Verwaltungfsgebäude des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwalds befinden, liegt im Herzen des Breisgaus und ist vollständig umgeben vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Freiburg dagegen ist eine kreisfreie Stadt, die keinem bestimmten Landkreis angehört und alle anfallenden Aufgaben, die normalerweise ein Landkreis wahrnimmt, in eigener Regie erledigt. Bei kreisfreien Städten, oftmals auch als Stadtkreise bezeichnet, handelt es sich in der Regel um Städte, die mehr als 100.000 Einwohner haben. In Baden-Württemberg gibt es neben Freiburg die kreisfreie Städte Mannheim, Stuttgart, Karlsruhe, Ulm und Pforzheim. Am Oberrhein sind es Freiburg im Breisgau und Baden-Baden.

Wappen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Das Wappen des Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zeigt vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Gold ein roter Schrägbalken. Im goldenen Herzschild sieht man einen schwarzen Adler.
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