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Mittwuch | 17.03.10 | 22:21

Bad Säckingen

Bad Säckingen ist eine Kurstadt am Fuße des Hotzenwalds, zwischen Rheinfelden und Laufenburg am Hochrhein gelegen. Obwohl man es heute durch die dichte und großflächige Besiedlung kaum noch glauben mag, so war dennoch Säckingen einst eine kleine Insel im Rhein. Diese strategische Insellage nutzten vermutlich schon die Kelten, die sich auf dieser Rheinaufschüttung niederließen und so einen natürlichen Schutz um ihre Siedlung hatten.

Das heutige Säckingen geht auf alemannische Siedler aus dem 5. Jahrhundert zurück, dies unterstreicht bis heute die Endung "ingen" im Ortsnamen. Im 6. Jahrhundert ließ sich der heilige Fridolin, ein Wandermönch aus dem fernen Irland, bei dieser Alemannensiedlung nieder und gründete eine kleine Celle (Kirche).

Im 9. Jahrhundert entstand auf dieser Grundlage das Frauenkloster "Seckinga", das fortan die Entwicklung des Ortes im Mittelalter beeinflusste. Es erhielt umfangreichen Landbesitz am Hochrhein und der Nordschweiz. Darüber hinaus sicherte es den Weg Verkehr in den Südschwarzwald und in die heutige Nordschweiz als auch den Durchgangsverkehr von Basel nach Konstanz. Im Jahr 1307 wurden die Äbtissinnen in den Reichsfürstenstand erhoben. 1272 brannte der Ort bis auf die Grundmauern nieder.

Im 13. Jahrhundert gelangte Säckingen in den Machtbereich der Habsburger, wurde zu einer der vier Waldstädte ausgebaut und blieb bis 1805 vorderösterreichisch. Bereits im Jahr 1250 bekam Säckingen das Stadtrecht zuerkannt und wuchs rasch zum einflussreichsten Ort am unteren Hochrhein heran.

Holzbruecke


Im 19. Jahrhundert stieg die Bevölkerung Säckingens erneut stark an, als man durch die Aufschüttung des rechten Rheinarms nun ausreichend Platz zur Weiterentwicklung hatte. Seit 1978 trägt Säckingen den Zusatz "Bad" im Ortsnamen und neben den zahlreichen Tagesbesuchern kommen jährlich Tausende Kurgäste nach Bad Säckingen. Schon im 18. Jahrhundert wusste man von den heilkräftigen Wassern im Gemeindegebiet, die jedoch erst im 20. Jahrhundert systematisch erschlossen wurden.

Weithin bekannt wurde die Stadt am Hochrhein durch das volkstümliche Versepos "Der Trompeter von Säckingen" aus dem Jahr 1854 von Joseph Victor von Scheffel (1826-1886). Als Vorlage für die romantisch verklärte Liebesgeschichte dienten dem Dichter die Adelige Maria Ursula von Schönau (1632-1691) und der Säckinger Burgtrompeter Franz Werner Kirchhofer (1633-1690). Sie setzten sich mit einer Liebesheirat über alle Standesgrenzen ihrer Zeit hinweg.



Harpolingen
Der Ort liegt nordöstlich von Bad Säckingen, oberhalb des Nachbarortes Murg. In der Nähe von Harpolingen steht das alte Wieladinger Schloss, eine mittelalterliche Burg. Urkundlich erscheint Harpolingen erstmals im Jahr 1281.


Obersäckingen
Der Ortsteil liegt nordöstlich der Altstadt entlang des Rheines. Obersäckingen bestand vermutlich schon vor dem Hauptort auf der Rheininsel. Es gehörte viele Jahrhunderte zur Herrschaft Wehr. Das Dorf wurde 1935 nach Säckingen eingemeindet. Ältestes Bauwerk ist in Obersäckingen die erstmals 1135 erwähnte Pfarrkirche, von der heute noch der Chor im alten Friedhof steht.


Rippolingen
Der Ort liegt nordöstlich von Bad Säckingen im Hotzenwald. In Rippolingen befand sich im Mittelalter ein Bruderhof, der aus dem Kloster Säckinger hervorgegangen war.


Wallbach
Seit 1972 gehört der westlich liegende Ort Wallbach zu Säckingen. Auf der anderen Rheinseite liegt das schweizerische Wallbach. Lange Zeit gehörte der Ort verwaltungstechnisch zu Wehr.
» mehr Infos über Wallbach in Baden ...





 

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