
Mundarttheater
"Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an", sagte einst der deutsche Lyriker Christian Morgenstern. Die deutschen Dialekte, Umgangssprachen bzw. Regionalsprachen gehören im Allgemeinen zu den nicht standardisierten Sprachvarietäten. Der Begriff "Dialekt" wurde von Philipp von Zesen durch den Ausdruck Mundart eingedeutscht. Dialekte sind selbstständige Sprachen, die speziell in Deutschland in den letzten 2 Jahrhunderten Grundlage für die standardisierte Schriftsprache wurden. Auch wenn die Jahrhunderte lange bestehenden deutschen Sprachen wie Alemannisch, Bayerisch, Schwäbisch oder Plattdeutsch zunehmend durch die standardisierte deutsche Schriftsprache im Alltag ersetzt werden, scheint diese Tendenz auf der Bühne keineswegs zuzutreffen. Mundarttheater brummt überall, getragen, organisiert und aufgeführt von Profis, Amateure oder absolute Hobbydarsteller. Rund um Südbaden, im Schwabenlande, der Nordschwei oder dem Elsass gibt es große Anzahl von größeren und kleineren Bühnen, die meist den örtlichen Dialekt wiedergeben. Da aber die meisten Alemannen in den sechs Alemannisch sprechenden Ländern trotz sprachlicher Unterschiede sich gegenseitig verstehen, besuchen sich die Theatergruppen auch gegenseitig auf ihren Bühnen, so dass man auch z.B. auch in Freiburg von Zeit zu Zeit in den Genuss elsässische, schwäbischer oder schweizer Bühnenkultur kommt.Siehe auch ...
Alemannisch
» Alemannische Bühne Freiburg» Alemannisches Theater Kehl
» D`Badisch Bühn – Volkstheater Karlsruhe
» Freiburger Mundartgruppe
» Hegauer Mundart-Bühne
» S`Bühneli in Lörrach
» Theatergruppe Kultimo
» Theatergruppe Rümmingen
Schwäbisch
» Stuttgarter Komödle













